- abdrehen (v.) see, ➢Abdrehen
- includes “klinische A.”, “medizinische A.”, “moralische A.”, “technische A.”.
- abführen (v.)
- abgehen (v.) see, ➢Abgehen
Abgehen-Stoßen, das counter-attack; Trichter (1742).
“Ist, so man sich solcher Gelegenheit bedienet, und bey des Contrepart’s losgehen stösset”, Trichter (1742).
abgewinnen (v.) to gain; to take away
Abgewinnen von Licht und Sonne, das lit: gaining light and sun; manoeuvring the opponent into a position where he has the sun in his eyes (Rothstein*, Lübeck* [negative treatment].)
abgleiten (v.) to glance off
abglitschen (v.) local or dialectal form of ➢abgleiten; to glance off; Novali (1837).
Abhandlung, die essay, lecture, treatment; .
see also, ➢ Discurs(s), ➢Handlung; Fabris (1618)
abkehren (v.) to parry; Giganti (1619, 1622, 1644)
Ablauffen, das *** Pascha; see also, ➢Riverso
“Der ander [hieb] wird Riversa, das ist / das ablauffen”; Fabris (1618); 8.
Ablaufen auswendig, das
“Wan der Gegentheil, Tertiè über den Arm Forsiert der andere in pariren sich zu schwag befindet, so schreite Man in den selbigen Tempo zum ablauffen, dabey wird die hand höher als der Kopff in Secund, die Spitze mittrig: und etwas auf die rechte seite deß Gegners gebracht, zur vorsicht die linke hand unter den rechten Arm angeleget,genennet,” Müller (1750).
ablauffen inwendig
“Geschiet wan der Gegentheil, Quart inwendig an der schwäge heinen Forsiret, so lesset Man in den selbigen Tempo: mit Quart, die spitze auf die rechte seiten sincken, die hand den
Gesicht gleich gehoben worauf die Quart Coupè schnel kan gestoßen werden”, Müller (1750).
ablaufen lassen lit.: to let [an attack] run off; derailment parry
“Wan einer von seinem Gegenpart auff Quart attacquiret wirdt, undt er ein Degagement auff Tertz machen wolte, so strecket man auff seinen Stoss den Arm sambt der Klinge in die Höhe den Leib undt das Gesicht, vor über gebogen, dass der Stoss über den Kopf hinlauffe”, Eich (1733).
“Ist eine Art zu pariren, besonders gegen den Stoß Tertie, deßgleichen auch gegen die Quarte inwendig”, Trichter (1742).
Ableiten, das lit.: leading off, directing away; defense, parry, cover/guard
ableiten (v.) to ward off
“sich [gegen Hiebe] zu decken”, Lübeck.
Absatz, der heel
absetzen (v.)
Absetzen, das
Absetzung, die
Absicht, die intention, intent
erste Absicht, die first intention (to hit the opponent with a direct or feint attack); primo intensione
zweite Absicht, die second intention (to hit the opponent with a counter-riposte etc.); seconda intensione
dritte Absicht, die third intention; Sondheim (1927).
Abstand, der distance; see also, ➢Maaß, ➢Mensur (1)
Abstand halten (v.) to hold or maintain distance
Abstandsübung, die distance drill; Sondheim (1927).
abstechen (v.) to terminate a ➢Mensur (2) by inflicting severe head wound; see also, ➢Abfuhr, ➢abführen; ➢Abstich
Abstich, der end to a ➢Mensur (2) because of a severe wound; see also, ➢Abfuhr, ➢abstechen
Abstreichbatutta, die grazing beat, battuta di passagio; Gaugler (1983/86).
“Abstreichbattute sind gleitende Battute, bei denen die Spitze zurückgeworfen und über die gegnerische Klinge die Linie gewechselt wird,” Gaugler (1983, 1986).
Abstreif-Coupé, das grazing beat backward, see also, cut-over while maintaining blade contact; see also, ➢(Ab)streichbattuta; Beck (1990).
“Beim ‘Abstreif-Coupé zeigt man keine Finte an, sondern bleibt nach der Bindung oder auch Battuta am Eisen des Gegners und streift die eigene Klinge über die gegnerische Spitze nach hinten ab,” Beck (1990).
Abt(h)eilung (der Klinge), die part, sectioning (of the blade); Fabris (1627).
see also, ➢Ausstheilung, Fabris (1618); >Theilung, Meyer (1570).
“Ich fange an / von dem Theilen der Klingen / welche deß Fechtens Anfang ist / und sage zugleich daß an der Klingen das starcke und schwache zubeobachten seye / daß starcke nimbt seinen Anfang an dem Gefaͤß / und erstrecket sich biß auff die Mitten der Klingen / daß schwache aber von der Mitten biß auf den Spitz; von dem halben schwachen / und halben starcken der Klingen will ich nichts sagen / wiewohlen die Klingen in soviel Theil kan getheilet werden / sovil sie Ecken hat”, Baupré (1721).
nach italie/änischer Manier sectioning of the blade according to the Italian manner: “Prima (gantze sterck), Secunda (1/2 sterck)/ Tertia (1/2 schwech)/ Quarta (gantze schwech)”.
nach teutscher Manier according to the German method, Fabris (1627):
“gantze sterck/ halbe sterck/ gantze schwech”
abtrinciren (v.) to cut off; Henning (1658).
Abtritt, der retreat; Meyer (1570).
abwärts (adj.) downward
Abwehr, die defense; Riemann (1827).
Abwehraktion, die defensive action
abwehren (v.) (1) to fend off
(2) to parry; Giganti (1619, 1622, 1644)
abwenden (v.) to turn or ward off, to parry; Doyle (1715).
“Pariren ausnehmen / oder den Stoß abwenden,” Doyle (1715).
Abzug, der recovery; Verolini (1679).
“Abzug/ wie sich der Fechter von seinem Gegenpart ohne Schaden ab= und weghauen móge”, Verolini (1679).
Achsel, die armpit
Achselhieb, der cut at the front of the opponent’s shoulder
achten (v.) (1) to pay attention
(2) to observe
Achtung, die attention
Acht(ung) haben (v.) to pay attention, to keep in mind
“habe aber wohl achtung / daß deine Klinge gleich mit der spitze und etwas nider stehet”. Fabris (1627), 190.
Action, die action
“in fencing, signifies an operation in its entirety, whether offensive or defensive,” Gaugler, 15.; Ital.: azione
adv. short for ➢Adversarius
Adversarius, der opponent, adversary; see also, ➢Feind, ➢Widerpart
affaire d’honneur duel; see also, ➢Ehrenangelegenheit, etc.; Werner (1824).
affondo lunge
Ahornklinge, die hollow-ground trifoil or three-sided blade
“Ahornklinge = Dreikanthohlschliffklinge, s. das., deren Querschnitt dem geflügelten Ahornsamen gleicht”, Seifert (2007).
akademisch (adj.) (1) academic, scholastic, related to higher education
(2) in conjunction with ➢Fechten, synonymous with ➢Pauken, ➢Schlagen, ➢Mensur
akademische Fechten, das ➢Schlägerfechten
Alber, der spelling variant of >Olber
anbeuthen (v.) antiquated spelling of anbieten; to offer; Einsiedell (1611).
“Wenn du aber mit dem Dolch parirest / so must du an der Rappierschwäche deines Widerparts ➢außnemen / wann er dir einen Stoß anbeut”, Einsiedell (1611).
Anbinden, das engaging the opponent’s blade at the foible; Schmidt (1749); see also, >Stringiren
Anderthalbhänder, der hand-and-a-half sword
“Schwert zu anderthalb Hand; ursprüngl. Reiterschwert mit langer Stoßklinge (gegen Fußkämpfer), daher Griffverlängerung und gewichtiger Knauf erforderlich (bessere Gleich- gewichtslage); für den Fußkampf auch mit Klinge zu Hieb und Stoß oder Hiebklinge, wobei die Linke hilfsweise das obere Griffende oder den Knauf erfaßte (Anderthalbhand); 14./15. Jahrh.; s. a. Biden- Händer”, Seifert (2007).
Angel, die tang
“oberer Klingenteil, welcher der Befestigung des Gefäßes s. das. —dient; man unterscheidet: – v . -. a) Spitzangel (Spitzerl); diese geht durch den Griff, ihr oberes Ende (Angelstumpf) wird nach der Gefäßmontage zum Nietkopf (Angelniet) ausgetrieben oder besitzt Außengewinde für die Knaufmutter; b) Flachangel (Flacherl); sie ist breit ausgeschmiedet, um mit Griffschalen belegt werden zu können; entstanden aus mhd. ange = Haken (indogerm. ank = krümmen); die Spitzangel wurde ursprüngl. oberhalb des Griffes noch nicht vernietet, sondern umgeschlagen”, Seifert (2007).
anlegen (v.) see, ➢anbinden; Werner (1824); ➢engagieren; Timlich (1796).
“Man leget sich gewöhnlich mit der Mitte der Klinge an die Mitte der feindlichen, welches Anlegen man Engagiren nennt”, Timlich (1796).
Alber, der lit.: fool; one of the four ➢Hauptleger; see also, ➢Olber
allongi(e)ren (v.) to thrust out; Doyle (1715).
“Allongiren / ausstossen,” Doyle (1715).
anbinden (v.) to bind; to engage blades; see, ➢ligiren, ➢stringiren; Fabris (1627), 186; Werner (1824).
“seine Klinge stets an die des Gegners leise anzulegen, was man anbinden oder Fühlung halten nennt,” Werner (1824).
Anbundt, der bind; see also, ➢anbinden; Der Geöffnete Fechtboden (1706).
ander (adj.) (1) second
(2) other
Andern, zum (1) as well
- second(ly)
anders (1) different
(2) other; see ➢ander (2)
Andre[c]ker, der serious injury during a duel; Vollmann (1846).
anfallen (v.) to attack; see also, ➢angreifen; Einsiedell (1611).
“Unser Leib wird getheilet in zwey Theil: Der eine sich zu vertheidigen / Der ander den Feind anzufallen. Die rechte Seite zum anfallen / Die lincke zur Defension”, Einsiedell (1611).
Anfänger, der beginner
Angehen, das touching the opponent’s blade; sentiment du fer; see also, ➢Klingengefühl
An- und Abgehen, das alternating contact and non-contact with the opponent’s blade; see, ➢Angehen; JAK Roux (1798).
Angegriffene, der the party being attacked
Angel, die tang; part of the blade where it enters the hilt
“Die Angel ist der Ansatz der Klinge, mit welchem dieselbe im Gefäß befestigt ist. Sie muß eine kleine Spanne lang, nicht zu dünn und gut geschmiedet seyn, sonst springt sie leicht, oder legt sich hinten über,” Werner (1824).
“Die Angel, 7” lang, am Ansatz der Klinge ➢1/4” [square] stark, fällt spitz zu 1/8” [square] ab, sie muß von weichem Eisen sein, damit beim Einsetzen der Klinge in das Gefäß dieselbe sich leicht feilen, biegen und vernieten läßt”, Lübeck (1865).
“Die Angel ist der Abscnitt der Klinge, der sich durch den Griff in den Knauf schraubt,” Gaugler (1983, 1986).
angezogen (adj./adv.) pulled back, bent [arm]
angreifen (v.) to ☞attack
Angreifer, der attacker; Sondheim (1927).
Angriff, der attack; attaque, attaco
“Der Angriff ist eine ununterbrochen durchgeführte Vorwärtsbewegung, die das Ziel hat, den Gegner zu treffen. Nach den Fechtregeln wird ein Angriff eingeleitet, in dem der bewaffnete Fechtarm gestreckt und die gegnerische Trefffläche durch die Spitze der Waffe bedroht wird,” RFB (2015).
einfache Angriff, der simple attack; attacco semplice
freie Angriff, der lit. :free attack; direct attack without preparation
regelrechte Angriff, der attack executed in a way that “prevents the opponent to attack, throw or beat down our attack”
“regelrechte Angriffe, d.h. solche, welche ihn verhindern, uns bei der Ausführung dieser selbst anzugreifen, niederzustossen oder niederzuhauen,” FAWL Roux (1849).
zusammengesetzter Angriff, die compound attack; attacco composto
Angriff ins Tempo, der attack in time; attacco in tempo
Angriffsbewegung, die offensive motion; Sondheim (1927).
Angriffsfläche, die lit.: area exposed to attack; target; see also, ➢Blöße
Angriffshieb, der lit.: attack cut; direct cut during the attack; also, ➢Aushieb, ➢Nachhieb; Werner (1824).
Angriffslinie, die line of offense; linia di offesa
“Die Waffe ist in Angriffslinie, wenn ihre Spitze – der Arm ist natürlich ausgestreckt – einen Teil der gültigen Blöße des Gegners bedroht,” Gaugler (1983, 1986).
Angriffsrecht, das priority; see also, ➢Treffervorrecht; Sondheim (1927).
Angriffsvorrecht, das ☞priority; see also, ➢Treffervorrecht
Angriffswiederholung, die reprise, renewed attack; ripresa di attacco
angulariter (adv.) angled, at an angle; Weischner (1764).
Angulation, die angulation of the blade
“Italian. In épée fencing, is a thrust, effected with a flexed wrist, that passes over, under, or on either side of the adversary’s bell guar to the advanced target. It may be directed to the top of the arm, bottom of the arm, internal arm, and external arm”. Gaugler, 1987.
Anguli(e)ren, das to angulate; see, ➢Angulation
angulieren (v.) to angulate, to thrust at an angle; see, ➢Angulation
Anhieb, der the first cut in ➢Contrapauken or during a ➢Menur that takes place according to a ➢Comment regulating the first cut (i.e., which party has the first cut and/or what kind of cut may be dealt).
“der erste Hieb heißt Anhieb”, Meyer (1906).
anmarchiren (v.) to advance, to move foreward; Doyle (1715).
anrucken (v.) to advance, to move foreward; Doyle (1715).
anscheißen (v.) lit.: to shit on; (1) to injure during a Mensur or duel (Studentikoses Conversationslexicon, 1825).
Anschiß, der early 19th-century term for a gaping cut or ➢Schmiß received on valid target area, at least one inch in length, from which a measurable flow of blood emanated within two minute, and which was received in accordance with the ➢Comment between the command to begin (“➢Los”) and ➢Halt!; equivalent of pre-Victorian singlestick’s “broken head” or the Fechtschulen ➢“rote Plume”; see also, ➢Abfuhr, ➢Abstich.
“Ans[chi]ss ist eine Wunde, die Jemand im Duelle erhalten hat und in der zweiten, eben so üblichen Bedeutung, eine venerische Krankheit”. K—g, 1795.
“Die Wunde oder der Anschiß muß wenigstens 1 Zoll lang sein und durch drei Häute gedrungen sein, bis er zieht.”, Vollmann (1846).
“eine Wunde, die nach vollendetem Kommando und vor dem Haltruf zwischen Scheitel und Spalt fiel, einen Zoll lang war, ebensolang klaffte und binnen zwei Minuten blutete”, König (1894).
“erhaltene Wunde beim Duell. Nach der Bestimmung des Comments ist Anschiß, wenn der Verwundete nicht forthauen, oder fortstoßen kann, ohne—nach Aussage des Mediziners—seiner Wunde Schaden zu thun, oder ohne verbunden zu werden. Alle Wunden unter dem Knie, (Sauhiebe) die nach dem Halt! der Secundanten oder a tempo fallen, ziehen nicht, d.h., sind nicht als Anschiß zu betrachten”, (Studentikoses Conversationslexicon, 1825).
ansetzen (v.) see, ➢stringi(e)ren
“an Gegentheil … anzusetzen”, Giganti (1619, 1622, 1644).
Anstoß, der first thrust
“der erste Stoß heißt Anstoß”, Meyer (1906).
antreffen (v.) to find, to meet [the opponent’s blade], HF Roux**
Antrittsstellung, die start position, ☞“en guarde” position; see also, ➢Positur, ➢Postur
anziehen (v.) (1) to draw [in], to pull
(2) accelerate
Anziehen, das (1) the drawing in (of the arm)
(2) acceleration of a cut or thrust
Anzug, der beginning of a cut; see, ➢Anziehen
Anwendung, die the practical application of a ➢Grundsatz
Apell, der antiquated spelling of ➢Appell; appel
Appel, der antiquated spellimg of Apell; appel; Trichter (1742).
“Benennet man in der Fecht-Kunst den Tritt, welchen man bey einer Finte macht. Die Frantzosen bedienen sich dessen sehr offt: Er ist aber theils falsch, theils gefährlich und unnöthig”, Trichter (1742).
Appell, der/die (1) appell; appello; sharp rap with the front foot serving as an acoustic disruption/distraction to provoke the opponent’s action; some French schools taught to accompany every feint with an appell; see also, ➢Battiren mit den Füßen, >Scheinangriff
“Das Appel oder Zutreten mit dem Fuße bei Finten ist unnöthig, hinderlich und gefährlich,” Ranis (1771).
“Beim Scheinangriff [Appell] wird mit dem Tretfuße, der dabei nicht vorwärtsgesetzt wird, stark und rasch auf den Boden gestampft; man bedient sich seiner in VErbindung mit der einfachen und doppelten Finte, um einen nicht schulgeübten Gegner zu verwirren und zu Blößen zu verleiten”, Riemann (1827).
“Tritt auf der Stelle,” Quehl (1866).
“Der Appell ist ein zweimaliges Stampfen mit dem rechten Fuße, wobei der Körper auf dem linken Fuße ruht,” Meyer (1903).
French. to strike the ground with the right [leading] foot in a manner that produces a certain sound. The object is to attract the attention of the adversary, or to shake him up; it may be made with an advance after engagement; and it is ordinarily employed by a threat or other demonstration of attack to which one wishes to give a greater sense of reality. [Gomard*]. … 4. French. … Accomplished at the end of the advance, with the rear foot, it facilitates the dynamic extension of the back leg in the lunge. It is also employed during instruction to ensure that the student’s body is correctly centered over the legs in the guard position [Cléry] … 5. raising it about two inches above the ground, and then replacing it quickly. It serves to determine correct equilibrium in the guard position; and it is often used with the feint preceding a thrust in order to entrap the adversary. [Marchionni*]”. Gaugler.
(2) beat; Doyle (1715).
Appellfinte, die feint accompanied or preceded by an ➢Appell; Eich (1733).
Appellhieb, der a rapid succession of cuts at the opponent’s blade; Novali (1837).
“Appellhiebe sind mehrere Hiebe bei welchen der Gegner nicht beim erste schon nachschlägt”, Novali (1837).
appeliren (v.) (1) to perform an ➢Appell
(2) to induce opponent to attack or parry; Doyle (1715).
“Appelliren / weiter belangen / oder einen entweder zum Stoß / oder zur parade bewegen,” Doyle (1715).
Appellkünstler, der derogatory term for fencers over-using the ➢Finte mit Appell; FAWL Roux (1849).
apponiren (v.) lit.: to append; to place at
(“und apponiret die linke Hand an seine Klingen,” Doyle (1715).
approchi(e)ren (v.) to approach, to close distance; see also, ➢beyrucken; Doyle (1715).
Appuntata, die appuntata; counter attack in opposition against compound riposes; also, ➢Sperrstoß in die Fintriposte; Gaugler (1983, 1986).
“Sperrstoß in den Nachstoß,” Sondheim (1927).
“[Die Appuntata] ist eine Tempoaktion, die man aus dem Ausfall durchführt, wenn der Gegner nach der Parade eine Fintriposte ausführt. [Sie] besteht aus einem erneuten Stoß gegen die selbe Treffläche gegen die sich bereits der erste Angriff richtete,” Nostini (1982).
“Die Appuntata ist ein Gegenangriff in Opposition zu zusammengesetzten Riposten,” Gaugler (1983, 1986).
“Die ‘Appuntata’ ist ein ➢Arrêtstoß [im Ausfall] in die Fintriposte des Gegners und wird gegen Fechter angewendet, die sich gewohnheitsmäßig mit ‘Parade-Fintriposte’ verteidingen,” Beck (1990).
Arbeit, die (1) work
(2) hand or foot action; see also, >Handarbeit, >Beinarbeit
arbeit(t)en (v.) (1) to work
- to perform offensive and defensive actions with the hand and feet; Meyer (1570).
Arm, der arm
angezogene Arm, der bent arm; the arm forms a straight line from the elbow to the point; JAK Roux (1798).
gantzen Arm, hauen mit cut from the shoulder
“Der erste streich mit der schulder oder mit gantzem Arm ist derselbige / wan man den Arm auffhebet / und machet einen großen umbschweif damit”, Fabris (1618); 8..
gebogene Arm, der bent arm
gestreckte Arm, der straight or extended arm; point-in-line; weapon and arm form one straight line from the point to the shoulder
halben Arm, hauen mit
krumme Arm, der bent arm; FAWL Roux (1849).
kur(t)ze Arm, der lit.: short arm; bent arm
“retrahirt, das ist, mit kurtzem arm”, Fabris (1618).
Armfuchser, der light injury to the arm
“heist: wenn Studenten beym Duell leicht am Arm verwundet werden, und nur auf eine solche leichte Verwundung ausgehen”, Kindleben (1781).
“ist eine leichte Verwundung am Arme bei einem Duelle. Das Stammwort ist fuchsen. Eigentlich nennt man nur solche Verwundungen so, welche entstehen, wenn sich zwei Gegner blos Ehrenhalber auf den Stoß schlagen und dabei bloß eine geringere Verwundung zur Absicht haben”. K–ng, (1795).
arrêt stop thrust; ➢ Aufhaltstoß
Arrêt, der Spanische lit.: Spanish counter; ➢Volte performed in defense against a ➢Passada
“Die Defension gegen die Passaden sind Volten, item der so genannte Spanische Arrêt, wovon unterschiedliche Maitres viel Merckes machen, und ihn vor die nobleste Invention in den Metier ausgeben, welches ich aber nicht sehen kan”, Weischner (1731).
“Der Spanische Arest Wan der gegentheil gewohnet die meinsten stöße unter den Arm ein zu stoßen, und wie es bey vielen geschigt, durch Negligence, daß Gesicht nicht bedecket, so wird in denselben Tempo da es unter den Arm ein stoßet, der rechte fuß an den linken zurück gezogen, mit den Oberen leib etwasß hervor, den unteren so viel möglich eingezogen, die linke hand zur vorsong mit vor gebracht, und die Spitze auf die brust gehalten dießes kann bey offensiven fechtern zum öfftern gebrauchet werden”, Müller (1750).
arrêtiren (v.) to perform a coup d’arrêt or time/stop thrust/cut; Doyle (1715).
Arrêtstoß, der stop thrust into the opponent’s attack; see also, ➢Sperrstoß
“Der Arrêtstoß ist ein Stoß in den gegnerischen Angriff, durch den der Gegner getroffen und sein Angriff gleichzeitig gesperrt wird,” Beck (1990).
Assault, der/das (1) practice bout
(2) a simulated duel; Ital.: assalto) ([Enrichetti*,] Gaugler).
Assaut, der practice ☞bout; also see, ➢Freigefecht, das
Atempo-Hieb, der cut into the opponent’s attack
“der Atempohieb ist ein Gegenhieb”. Meyer.
athletica the art of fencing; Trichter (1742).
“Die Fechter-Kunst; Athletice, nach Fechter Art; Athleticum, was zum Fechten gehöret; … Athlotheta, derjenige so das praemium oder die Gewinste auf der Fecht-Schule vorleget und austheilet”, Trichter (1742).
Attacke, die attack; see, ➢Angriff, ➢Attacque
attackieren (v.) to ☞attack
Attackierstoß, der thrust attack
“in der Fechtkunst ein möglichst schneller Stoß in eine vom Gegner gegebene Blöße”, Mayer (1905).
Attacque, attaque, die ☞attack
attacquieren, attaquiren (v.) to attack (Pascha**) the opponent or his blade
“Attaqiren / den Feind angehen / oder ihm an die Klinge gehen,” Doyle (1715).
attagiren (v.) see, >stringieren; Müller (
Attakiren, das attacking; JAK Roux (1798).
attaquiren (v.) to attack; Trichter (1742).
“Attaquiren, s[iehe] Stringiren”, Trichter (1742).
Attaquirstoß, der direct thrust; HF Roux (1786).
Attacke, die attack; see also, ➢Angriff
attaque attack; see, ➢Angriff
attaque au fer blade attack; see also, ➢Klingenangriff
Attaquir-Stoß, der see, ➢Angriffs-Stoß; Ranis (1771); FAWL Roux (1849).
Attiriren, das placing the right or front foot forward inside the front heel to reach a retreating opponent with longer lunges
“wenn ich den hintern vor den vordern, mit dem Absatz gegen die inwendige Seite des Absatzes anstelle, und so den entfernteren oder laufenden Feind mit längeren Ausfällen zu erreichen … heißt dieses insbesondere das Attiriren,” JAL Roux (1798).
“das Vorsetzen des rechten Fußes (Attirieren)”. Meyer.
attiriren (v.) see, Attiri(e)ren
auf/f (1) at, to, on
- with
` “Duell auf schwere Säbel,” duel with heavy sabers
auf/f- (prefix) at, toward, up
Auffacht, die attention; Einsiedell (1611).
auffangen* (v.) lit.: to catch; to parry
Aufhaltgleitstoß, der see, ➢Imbroccata; Sondheim (1927).
Aufhaltstoß, der arrest, stop thrust into preparation; arrêt, coup d’arrêt;, colpo d’arresto; Gaugler (1983, 1986).
“Der Aufhaltstoß ist ein Gegenangriff, der den zusammengesetzten Angriff unterbricht”, Gaugler (1983, 1986).
Aufhaltstoß ins Controtempo, der arrest in countertime; colpo d’arresto in controtempo
auf(f)heben** (v.) to raise, to lift; Fabris (1618, 1627)
aufwärts (adv.) upward
Aufzug, der the beginning phase of a circular cut
aufziehen (v.) to initiate a cut
Ausfall, der (1) ☞lunge; see also, ➢lange Stoß;
“In der fecht-Kunst heißt, wenn man aus der gewöhnlichen Positur gegen den Feind ausstösset, mithin mit dem vordersten Fuß gegen den Contrepart austritt, und anbey denselben zu treffen sucht”, Trichter (1742).
“geschieht [das Avancieren) durch Vorsetzen des rechten Fußes (Attirieren) und Strecken des linken Kniees, so ist es ein Ausfall”. Meyer.
“Weiter Schritt nach vorn, wobei das hintere Bein seinen Standpunkt nicht verlässt und gestreckt wird,” RFB (2015).
(2) attack; Ranis (1771).
“Ein jeder Ausfall, welcher in der Absicht geschiehet, um einen andern mit des Degens Spitze zu veletzen, wird im Fechten ein Stoß genannt,” Ranis (1771).
(3) a leaning forward while straightening the back leg; ➢Vorgehen; Timlich (1796).
“Diejenige Verlägerung des Armes und Leibes, wodurch man den Hieb gegenden Feind vorbringet, wird der Ausfall genennet; und geschiehet also: Der Oberleib muß währendem [sic] Hiebe (doch nur mit der rechten Seite) vorgeleget; der Unterleib aber eingezogen werden. Zugleich wird das linke Knie ganz ausgestrecket, das rechte aber gebogen, ohne den Fuß vorzusetzen; ausgenommen in einigen Fällen, wo man den Feind sonst nicht erreichen könnte”, Timlich (1796).
ganze Ausfall, der lit.: whole lunge; full lunge;
“Der ganze … Ausfall wird besonders während des Ganges, zu Nachstößen, seltner und nur bei einem heftigen, unruhigen Gegner zu Ausstößen angewandt,” Riemann (1827).
gestreckte Ausfall, der extended lunge
“Des gestreckten [Ausfalls] aber, bei dem man möglichst weit ausfällt [bedient man sich] nur bei starker Blöße des Gegners”, Riemann (1827).
halbe Ausfall, der half lunge
“Des halben Ausfalls bedient man sich besonders zum Ausstoß, weil man dabei weniger Blöße giebt”, Riemann (1827).
ausfallen (v.) to lunge
Ausfallbein, das front leg; see also, ➢Tret-Fuß
Ausfallschritt, der lunge
Ausforschen, das probing; scandaglio, see, ➢ausforschen;
Ausforschung, die probing, scandaglio, Klingenspiel; see, ➢ausforschen; Sondheim (1927), Beck (1990).
“Die Ausforschung besteht im Klingenspiel, bei dem der Fechter seinen Gegner genauestens zu beobachten hat! Der Fechter fasse das Eisen des Gegners mit verschiedenen Deckungen und beachte auf welche Art sich der Gegner aus der Bindung befreit,” Sondheim (1927).
“Nahezu jede Aktion in einem Gefecht und mit einem Klingenspiel begonnen, um den Gegner in seiner Absicht und seiner typischen Fechtweise auszuforschen oder ihn zu einer bestimmten Aktion zu verleiten,” Beck (1990).
ausforschen (v.) exploring the opponent’s strategic, tactical, and technical abilities at the beginning of a bout
see also, ➢erforschen
ausführen (v.) to carry out, to execute
Ausführung, die execution
Ausgangsstellung, die starting position, guard position
see also, ➢Auslage, ➢Guardia, ➢Lager; ➢Positur, ➢Postur
ausgepaukt (adj./adv.) a ➢Mensur has been ended after the prescribed number of ➢Gänge was fought; see, ➢auspauken
ausgerackt (adj.) antiquated or dialectal spelling of ➢ausgereckt; extended; Hundt (1611).
ausgereckt (adj.) extended; Hundt (1611).
aushauen (v.) to cut first during a duel or >Mensur; (Studentikoses Conversationslexicon, 1825).
Aushieb, der first cut during a duel or >Mensur; (Studentikoses Conversationslexicon, 1825); see also, ➢Angriffshieb (as opposed to a feint cut); Werner (1824); Novali (1837), >Anhieb.
“heißt der erste Hieb bei einem Duelle. Der beleidigte hat das Vorrecht diesen Aushieb zu thun und wenn derselbe sitzt, das heißt, wenn der Gegner dadurch verwundet wird, so soll eigentlich das Duell geendigt seyn. Dies wird für sehr schimpflich gehalten, vermuthlich deswegen, weil es sehr leicht ist, sich vor dem Aushiebe zu sichern”. K—ng, 1795.
Auslage, die guard position; see also, ➢Lager, ➢Positur, Postur, ➢Stellung
“Auslage nennt man die Stellung und Haltung des Körpers und der Waffe beim Anfang des Duells oder der Fechtübung”; (Studentikoses Conversationslexicon, 1825).
“Der rechte Fuß wird, ohne den Boden zu berühren, undgefähr zwei Fußlängen [aus der ➢Grundstellung] in gerader Linie nach vorn gesetz, beide Knie leicht gebeugt, so daß der Körper im Gleichgewicht auf beiden Füßen ruht; der rechte Arm wird ein wenig im Ellenbogengelenk verkürzt, die hand in Brusthöhe mit dem Daumen nach oben gerichtet; die Spitze der Klinge befindet sich in Augenhöhe, in der Mittellinie zwischen beiden Augen. Der linke Arm, welcher bis dahin herunterhängt, wird jetzt in halbrunder Beugung erhoben, so daß die Fingerspitzen der geöffneten Hand sich in Kopfhöhe befinden,” Meyer (1903).
mittlere Auslage, die medium guard position; the right arm is held extended at shoulder level, with the point aiming at the opponent’s head or elbow (Lübeck)
steile Auslage, die “steep ward”; with the point of the weapon above head level
verhängte Auslage, die hanging guard; St. George’s Guard
Auslegen, das special: the motion of the back of the hand to the left, thumb forward (Wassmannsdorff/Eiselen, Lübeck* only)
sich auslegen (v.) to assume a guard position
“Wenn die fechtenden Personen sich ausgeleget, d.h. ihre Degen gegeneinander gerichtet haben,” JAK Roux (1798).
“die [Auslage] annehmen, sich also zum Kampf bereit zu machen. Daher das erste Commando des Secundanten: ‘legt euch aus!’”; (Studentikoses Conversationslexicon, 1825).
ausmachen, einen Scandal (v.) to arrange a duel; (Studentikoses Conversationslexicon, 1825).
Ausnehmen,das to defend, to parry; Trichter (1742).
“Von Pariren, oder Stöße auszunehmen. Pariren ist ein Werck, wodurch man des Feindes Stöße aus nimmt”, Weischner (1731).
“Heißt in der Fecht-Kunst, die rechten Streiche und Stösse von den Finten entscheiden, und im Contra-Fechten gehöriger Massen pariren, und wie man niehmals unbedachtsam sich aus dem Vortheil geben und sich blössen solle”, Trichter (1742).
aus(s)nemen (v.) to parry; see also, ➢parieren; Einsiedell (1611).
“Wie man am besten pariren oder außnemen soll”, Einsiedell (1611).
auspauken (v.) to fence all prescribed ➢Gänge of a ➢Mensur without klinische or moralische ➢Abfuhr; see, ➢ausgepaukt
außen (adj.) outside
Außenblöße, die outside opening
“Innenblöße zeigt der Verteidiger links, die Außenblöße rechts von seiner Waffe” Meyer (1906).
Außenseite, die the outside target of the opponent
außerhalb (adj., adv.) on the outside (of the blade); see also ➢innerhalb
ausnehmen (v.) to parry; Doyle (1715), Weischner (1764).
“Pariren / ausnehmen / oder den Stoß abwenden,” Doyle (1715).
außnehmen (v.) to parry; Triegler (1644).
“Wie man am besten pariren oder außnehmen soll,” Triegler (1644).
auspariren (v.) to parry; Basedow (1774).
aussetzten (v.) to advance the front foot; Schmidt (1749).
Ausstoß, der lunge; thrust at the opponent
“Betrachte man diese Figur wie dieselbe in einer rechtmaͤssigen Distance und zugleich wohl bey allen Kraͤfften in dem Ausstoß lieget / solches recht zu praͤsentiren / muß man den Leib vorsencken lassen / und den Kopff innenher gleicher Linien vorbringen / umb in dem voͤlligen Ausstossen mit dem Starcken der Klingen bedeckt zu seyn / der rechte Fuͤß solle nicht zu weit vorgesetzt werden / damit dessen Knie grad ob der Schuhe-Schnallen lige / auf solche Weiß geschicht der Regular Ausstoß / und diese Figur ist die schoͤnste in dem fechten”. Baupré (17XX).
“Der Stoß, welchen man im Fechten auf seinen Gegner thut”, Adelung (1793).
[ganz] ausstoßen to thrust with full extension (as opposed to a halber ➢Stoß or feint)
Ausstheilung des Rapiers, die the parts of the rapier; Fabris (1618).
see also, ➢Abt(h)eilung
“Die Klinge deß Rappiers wird in vier theil getheilet: Das erste theil ist / welches da der hand am nechsten / wird genennet die stärcke (dan je näher bey dem Creutz / je stärcker / und wie näher bey der spitzen / wie schwächer.)”; Fabris (1618).
ausstrecken (v.) to extend [the arm]; Meyer (1903).
ausstreten (v.) lit.: to step out; to lunge; Henning (1668).
“Ein jedweder Hieb muß in folgenden Dingen bestehen; Erstlich / daß ich weit außtrete. Fürs andere / daß mein forder Knie gleich den Zeen überhange. Zum dritten / daß der Hinter-fuß gantz steiff sey. Zum vierdten / daß der Hinter-fuß gantz niedergelegt werde. Zum fünfften / daß auß dem rechten Arm und Degen eine Linie werde” Henning (1668).
Austritt, der moving the front foot forward from the salut to the en guarde position; Weischner (1731).
“den Austritt thut man nicht über einen Schuh lang, und soll man von rechtswegen in denselben der Elbogen, Kniescheibe und Spitze des Schuhes eine Schnur gerade Linie praesentiren, wobey hauptsächlich zu observiren, daß man allemahl so wohl im Ausfall als Standt Absatz gleich lieget, wiedrigenfals man sich selbst fällen kan, zu dem sehen auch die krummen Austritte sehr mal propre aus,” Weischner (1731).
auswändig* (adj) see ➢auswendig
auswendig (adj.) on the (opponent’s) outside; see ➢in(n)wendig
ausweichen (v.) to avoid
ausweichem mit tiefem Stoß (v.) see, ➢passata sotto; Sondheim (1927).
Ausweichstoß, der counter attack against blade action; see, ➢Cavation ins Tempo; Gaugler (1983, 1986).
“[Der Ausweichstoß] ist ein Gegenangriff bei Aktionen an der Klinge,” Gaugler (1983, 1986).
auswinden (v.) lit.: to wind out; pressure attack removing the opponent’s blade, glissande; Hundt (1611).
“ “Wann E[uer] G[naden] einem wil die Kling auswinden / so ligen sie mit der Klingen fornen an seiner Klingen und drücken seine Klinge wol unter ire Klinge / Tretten auff die 3. wol mit / und stossen tieff auff die rechte Seite hinein,” Hundt (1611).
Ausziehung [des Degens], die drawing [the sword]; Schmidt (1749).
avanci(e)ren (v.) to advance, to approach the opponent
“Man kann im Lauf des Kampfes seinen Abstand ändern, indem man sich dem Gegner nähert, avanciert”. Meyer.
Avanciren, das advancing; see also, ➢Vormarsch, ➢Einrücken, > in die Mensur rücken; >March; ➢Zurücken; Trichter (1742).
“Von Avanciren oder Einrücken”, Weischner (1731).
“Avanciren, s[iehe] Zurücken”, Trichter (1742).
“[I]m avanciren / die beyden Füsse allerzeit zur gleicher Weiten stehen / das ist / so weit der rechte ausgesetzt / soll allezeit der linke nachgezogen werden / nicht weiter / als der rechte gesetzt gewesen”, Schmidt (1740).
“das einrücken in eine engere ➢Mensur (1)”, HF Roux (1786).
“Beim Avanciren wird zuerst immer der rechte Fuß vorgesetzt, und der linke Fuß soweit nachgezogen, als sich der rechte vorbegeben hat, die vorgechriebene Distanz muß aber immer zwischen beiden Fußen behauptet werden”, Novali (1837).
“Geht man nämlich aus der weiten Mensur in die mittlere oder aus dieser in die enge, so heißt dies: in die Mensur rücken oder avanciren”, Meyer (1847).
“Avançiren heisst, aus der weiten in die mittlere oder enge Mensur rücken,” FAWL Roux (1849).
“1. French, made to gain fencing measure and come close enough to the adversary so that he may be touched. [Grisier*] 2. French. The action of approaching the adversary when he is not carrying on an attack. [Georges*] 3. Italian. the step forward to diminish the distance to the adversary, and to attain a fencing measure that will allow him to be hit with a lunge [Pessina]. 4. Italian. a step forward to decrease measure between oneself and the adversary. [Gaugler, 1987].
doppelte Avanci(e)ren, das a complete advance before lunging
“Doppelt avanciren heißt, wenn im ➢Zurucken der rechte Fuß fort, und sogleich der linke Fuß in gleicher Weise nachgesetzt wird”, FW Roux
“[Doppelt avançiren ist] wenn der rechte [Fuss] zuerst vorgesetzt, der linke dann so viel nachgezogen wird, als zur gewöhnlichen ➢Position erforderlich ist, sodann aber erst ausgefallen wird,” FAWL Roux (1849).
einfache Avancieren, das moving only the back foot closer to the front foot in preparation for a ➢doppeltes Avanciren or ➢Ausfall
“Bey dem einfachen Avanciren aber wird nur der linke Fuß unvermerkt so weit dem rechten Fuß näher gesetzt als es nöthig ist, um dadurch einen zum ➢Weigen gewöhnten Gegner dennoch erreichen zu können”, HF Roux**
“”Einfac avançiren] geschieht, indem man den linken Fuss an den rechten nachzieht und sodann mit dem rechten Fuss ausfällt,” FAWL Roux (1849).
Avansiren, das see, ➢Avancieren; Eich (1733).
avantage advantage; see, ➢Vorteil
“in der uneigentlichen Bedeutung heißt in Avantage seyn einen Andern beleidigt zu haben und abwarten, was er thun wird; hingegen in Desavantage seyn—beleidigtsyn und ihn fordern müssen. Jenes hält man, der gerichtlichen Folgen wegen, für vortheilhafter; Andre aber halten das Letztere für besser”. K—ng, 1795.
see also, >Desavantage.
Axdrehung, die turn around the axis; see also, ➢Handlagen
Axillaris, die protective ➢Bandage used to protect the exposed armpit of the ➢Paukant
Axillarisknoten, der see, ➢Axillaris