Stär(c)ke, die (n.)
Die/das dem Gefäß zunächst stehende Hälfte, Drittel oder Viertel der Klinge, mit dem pariert und gebunden werden soll.
The forte: The half, third, or quarter of the blade that is closest to the hilt and should be used for parrying and binding.
- “Die Sterck des Schwerdts nennet man den theil vom Kreutz oder hefft / bis mitten in die klinge”, Meyer (1570).
- “Die Stärcke / welche zur Defension dienlich / ist der theil des Rappiers von der Mitten biß and Gefeß”, Einsiedell (1611).
- “Das erste theil bey der hand ist das stärckeste umb zu versetzen / dan es kan kein stich oder haw / er komme so starck als er wölle / so kan er damit ohne einige mühe parirt werden”; Fabris (1618); 3.
- “Die Klinge des Rappiers wird in vier Theile getheilet / der erste Theil ist das / was der Hand am nähesten ist / das andere Theil / bis in die Mitten der Klinge / die übrige Helffte biß zur Spitzen / giebet auch wieder zwey Theile. Der erste Theil / so am nähesten bey der Hand / wird genennet die Stärcke / weil kein Stoß oder Hieb / er werde auch so hurtig / als er wolle / gemacht / welchem dieses Theil der Klinge nicht könte zuvorkommen / und ohne Unordnung den Leib davor beschützen.” Hynitzsch, 1677; 7-8.
- the lower half from the hand to the middle of the blade; Lübeck (1865), 22, 23.
- halbe Stärke, die
- lit.: half strength; the upper half of the blade’s forte
- “die Mitte der Klinge des Gegners”, Halle (1765).
- ganze Stärke, die lit.: whole or full strength; the lower half of the blade’s forte
- “Mit der ganzen Stärke werden die ➢Deckbewegungen ausgeführt,” Lübeck (1865), 23.