Klopffechter, der (n.)
also: Klopf-Fechter, Kloppfechter
(1) member of a fencing guild; Trichter (1742).
- “Die gegenwärtige Klopffechter anbelangend, liebe ich zwar die Art und ihre Manier zu fechten, aber ihnen selbsten bin ich nicht gar zu gewogen. Denn ihre Profession ist eine unter den miserabelsten, und zwar die allererste, die auf der Welt vor einer andern wohl möchte abgeschaffet werden. Die Leute schlagen einander die Leiber ungesund, daß sie nur andern um einen schlechten Gewinst zu lachen machen. Ich glaube nicht, daß eine Profession unter der Sonnen sei, aus welcher man so gar nichts lernen kann. … Die Kerl reisen von einer Stadt zur andern, und weil sie kein recht christliches Leben führen, so sterben sie auch selten christlich. Es wäre besser, sie fechteten wacker mit ihrem Handwerk.” Beer, 1682.
- “Sind gewisse Handwercks-Pursche, die für Geld ihre Schulen halten, und sich auf allerhand Gewehren mit einander herum balgen. Sie werden in Feder-Fechter und Marx-Brüder, oder Meister des langen Schwertes von St. Marco und der Löwenburg abgetheilet, und wenn einer unter ihnen wider beyde Partheyen zu fechten eine Schule anschläget, so wird er ein Lux-Bruder geheissen. Sie haben ihre Collegia und Schulen in den vornehmsten deutschen Städten, allwo sie unter sich Meister und approbirte Meister zu schlagen pflegen.” Trichter (1742).

(2) naturalist; Weischner (1731).
- “Naturalisten und dergleichen Kloppfechter”, Weischner (1731).
- “Klopffechter pflegt man einen Menschen zu nennen, der nicht viel von der Fechtkunst versteht und kein Herz im Leibe hat”, Kindleben (1781).
(3) pugilist; Vieth (1795).