legi(e)ren, ligi(e)ren, v.
Legiren/Ligiren, das. n.
Ligade, die n.
Die gegnerische Klinge durch Klingenbindung (Ligade) kontrollieren um sie ggf. dem Gegner aus der Hand zu winden.
pris de fer; taking, binding, belaying or otherwise dominating the opponent’s blade, potentially resulting in the opponent’s disarmament by expulsion of his weapon.
The dueling rules of German students in the early 1800’s considered a successful Ligade as. >Anschiß. To differentiate it clearly from merely dropping your weapon, the seconds and the umpire listened for the characteristic sound of iron rasping on iron prior to the expulsion of the blade.
- “Lighten—den Degen anbinden oder umbtrehen.” (L’Ange, 1664; n.p.)
- “Man Ligiret wenn der Feind entweder inwendig unter der Klinge stößt, oder auch wenn der Feind gerade vor uns lieget, so bringet man dadurch seine Klinge weg, so daß sie entweder gar aus der Faust flieget oder uns doch dadurch eine Blöße zuwege gebracht wird.” Kahn (1739).
- “Ligiren aber thut man mit einer Qvarte ansetzung und so fort einer Schleuderung in Tertie die Spitze braf hoch und gegen den Feind in Laesion.” Weischner (1742).
- “Ligiren oder gewehrloß machen. Wan sich der Gegentheil mit seinen Klingen in Quart: mit steiffen Arm, und grader Linie befindet: kan Man ligiren, dießes geschiet daß Man die stärcke der Klinge, an deß Ge=genpart seine schwäge, mit Quart attagiretdarauf schnell die Hand aus Quart, in Prim verthret, mit den Obren Leib sich etwas vorbüget, zu gleich mit den Klingen, an deß andren seiner einen Schrit machet.” Müller (1750).
- “im Ligiren das ganze Gewehr aus der hand winden.” Basedow (1774).
- “Den Degen anbinden / oder umdrehen.” Doyle (1715).
- “Wenn (beim Duell auf den Stoss) der eine Gegner die Klinge des andern mit der Force der seinigen ergreift und nach Fechterregel sie ihm entwindet, so ist dieß ligirt. Für einen sichern Beweis, das es wirklich eine Ligade war, gilt, daß die Klinge zu Boden fällt, und daß man das bei einer Ligade gewöhnliche Streichen vernimmt.” (Studentikoses Conversationslexicon, 1825).