schmeissen, v.
Hauen, schlagen.
To hit, to smite.
- “Wann sie die dann wollen gar zu reyssenn / So mus man sie auf die Kopfe schmeissenn.” Adam Richter’s entry in Johannes Purgold’s Album Amicorum, 1594.
- “Es ist mir lieb, daß ich mich mit einem berühmten Balgen, wenn anders deine Worte mit der Tat übereinkommen, herumschmeißen soll…” Happel [1690, 30.]
- SCHMEISZEN, verb.“, Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/23, <https://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemid=S13442>, abgerufen am 10.05.2023. [Anfang des Artikels: Bd. 15, Sp. 999, Z. 5; Originalausgabe: IX. Band, Lfg 6. schmeckebier — schnack. Erscheinungsjahr: 1896, Bearbeiter: M. Heyne]
- 2) schlagen. diese bedeutung ist auf dem engl., niederl. und hd. gebiete zu hause, während sie dem nd. fehlt. hd. ist indes /Bd. 15, Sp. 1003/ die intensivbildung schmitzen dafür üblicher, s. daselbst. der neueren schriftsprache ist schmeiszen völlig fremd geworden. dagegen ist es mundartlich noch weit verbreitet, oberd. oft mit einer als causativ gebildeten nebenform: so schweiz. schmeize, mit der rute schlagen… etc.
See also, >Schmiss, m.
Narbe einer durch eine Hiebwaffe hervorgerufenen Wunde im Gesicht.
Duelling scar
Antiquarian:
Hieb, Hau
Cut, blow
… und wie ein Schatt an der Wand herumb gehende Marxbruder so beschaffen zum langen Schwerdt / oder doppeltem Rappier / als der Federfechter / so mürcklich auff der Schul seine Fechtsprüng thut / und künstliche Schmitzen austheilet…
{Schallerer, Wolfgang: Spiegel Der Schmertzen, Oder Verwundtes Hertz Jesu Christi Unsers Heylands, in dem Leyden, Dillingen: Im Verlag / und Druckerei Johann Caspar Bencards, Akademischer Buchhandlers; 1692; 230 https://www.digitale-sammlungen.de/en/view/bsb10330196?page=252,253&q=marxbruder%5D