Plempe

Plempe, die (n.)

also, Plampe

(1.) Generisches bzw. umgangssprachlicher Begriff für Blankwaffe.

Antiquated generic term for bladed side-arm.

(2.) Prager Plempe

“Sie lieſſen ſich nicht lange bitten/ zogen demnach ihre Plampen von Leder/ und ſchlugen demnach
auf ihn loß/ daß er hefftig verwundet ward.” Happel [1690]

Grimm: PLEMPE, f. seitengewehr mit kurzer breiter klinge(scherzhaft und spöttisch), überhaupt seitengewehr (das an derseite baumelt? s.  1DWb  plampen) Rädlein 705a, auch nd. plampeHennig 188. Schambach 156b, vgl.  1DWb  plaute: der frembde suchteseinen degen auch hervor, dasselbe war nur eine grosze breite muszquetierplempe .. so hieb ich ihn seine grosze plempe flugs glat vondem gefäsze weg. Schelmufsky 120 neudruck der vollständigen ausgabe; ich glaube wahrhaftig, dasz alle einwohner des Valhalla davonlaufen werden, wenn du mit deiner unermeszlichen plempe hineingetreten kömmst. J. E. Schlegel 5, 143; da wurde er toll, zog die plempe. Gutzkow ritter4 7, 99;

am gurt hing ihm die plempe,
doch schien er nicht soldat.

Freiligrath (1870) 2, 192;kurhessisch degen-, säbelklinge in spöttischem sinne Vilmar 304.

„PLEMPE, f.“, Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/23, <https://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemid=P05684&gt;, abgerufen am 11.05.2023.

Referenz zur gedruckten AusgabeAnfang des Artikels: Bd. 13, Sp. 1932, Z. 10

Originalausgabe: VII. Band, Lfg 11. platzbaum — preszvergehen. Erscheinungsjahr: 1888, Bearbeiter: M. Lexer

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