Auslage, die (n.)
Ausgangsstellung des Fechters beim Beginn des Gefechts, der Mensur oder des Duells.
En guard position, initial posture assumed by a fencer at the beginning of the bout or duel.
“[I]st die Stellung, welche man beym Fechten annehmen muß. Nicht Alle haben eine gleich gute Auslage, so wie Mancher besser zu Pferde sitzt als ein Anderer.” Wallis, 1813.
“nennt man die Stellung und Haltung des Körpers und der Waffe beim Anfang des Duells oder der Fechtübung. Beisp. X hat eine gute Auslage.” Stud. Conversationslexicon, 1825; Saluzzo, 1862, 3; Conrad, 1875, 29.
“wird die Parade beim Duelle genannt, welche auf allen Universitäten verschieden ist, z.B. Seconde-Parade, Terz-Parade, verhängte Quart-Parade; letztere Parade ist in Halle. Es kommt sehr viel auf die Auslage beim Duelle an, indem natürlicher Weise hierdurch oft ein Vortheil von Hause aus entspringt, namentlich sind die Breslauer Studenten sehr im Vortheil, wenn sie mit einem Burschen von einer andern Universität auf die Mensur treten, da sie (die Breslauer) sehr spitz ausliegen, und hierdurch ein starkes Eindringen von Seiten des Gegners natürlich sehr leicht verhüten können. Auf den meisten Universitäten ist das spitz-Ausliegen durchaus nicht erlaubt. Nach dem Commando: ‘Auf die Mensur!’ ruft der Secundant; ‘Legt euch aus!’ Dies ist jedoch beim Halleschen Comment nicht der Fall. (s. >Aushauen).” Rag—y, 1831. (Verwechselt Parade und Auslage.)
“1. die Stellung mit der Waffe auf der Mensur; sie zerfällt 2. in eine hohe, wo man die Schlägerspitze aufwärts; 3. eine tiefe, wo man sie abwärts zur Erde; 4. eine innere, wo man sie nach der rechten; 5. einen äußere wo man sie nach der linken Seite des Gegners richtet; 6. bei den Pistolen in eine obere und untere Zielauslage.” Vollmann, 1846, 38.
“Die Haltung des Körpers und der Waffe beim Anfange der Fechtübung oder der Mensur.” Academia Juventus, 1878, 14.