verhauen, sich

verhauen, sich (v.)

Einen starken Fehlhieb machen, der das Ziel verfehlt und die eigne Arm- und Oberkörperblöße öffnet.

To make a strong cut that misses the target and continues too travel further, opening one’s arm arm and upper body to the opponent’s attack.

  • “Heißt durch zu starke Gewalt bei Führung eines Hiebes zu tief mit dem Arme herunter sinken und dadurch dem Gegner die schönste Blöße zum Nachhiebe auf den ganzen obern Körper geben.” Augustin [1795];
  • “So hauen, daß man nach gewaltig geführtem Hiebe nicht sogleich wieder in die rechte sichere und gedeckte Stellung kömmt und dem Gegner eine Blöße gibt.” Campe [1811; v-309];
  • “Heißt einen falschen Hieb thun, und dadurch dem Gegner eine Blöße geben. Oft verhauet man sich so, daß die Spitze des Hiebers in den Fußboden dringt, und also der ganze Körper dem Gegner bloß gegeben ist. Dann ist es Pflicht der Sekundanten ‘halt!’ zu rufen und einzuspringen.” Wallis [1813];
  • “Durch zu starke Gewalt bei Führung eines Hiebes zu tief mit dem Arme heruntersinken und dadurch dem Gegner eine Blöße auf den ganzen Oberleib geben.” Studentikoses Idiotikon [1841];
  • “Sich durch einen starken Hieb mit dem Arm so tief sinken, daß man dem Gegner den ganzen Oberleib blos gibt.” Burschikoses Wörterbuch [1863; 27]; Neues Wörterbuch [1888, 27];
  • “1.) beim Fechten mit dem Arme so weit ausholen oder so tief heruntergehen, daß der Hieb nicht trifft, sondern der den Hieb geführt Habende selbst im Nachteile ist.” Academia Juventus, 1878, 89.

2. Durchhauen.

2. To thrash.

  • “(Jemanden (auf Mensur) eine Menge Schmisse oder einen Abfuhrschmiß beibringen.” Academia Juventus, 1878, 89.

Leave a comment