Ehrengang

Ehrengang, der (n.)

  1. Erster, ritueller Gang bei Duell oder Mensur, bei welchem beide Fechter keinen scharfen Angriff machen, entweder mit Mütze in der steilen Auslage verharren (Berliner SC) oder lediglich die Klinge in der Mitte anschlagen Göttinger SC).
  1. First, ritual round in a duel or Mensur, during which neither fencer makes a sharp attack, either wearing the cap or hat, remaining in the steile Auslage (Berlin) or strike both blades briefly in the center (Göttingen).
  • “Wird derjenige Gang genannt, welchen zwei Paukanten über die gewöhnliche Zahl der Gänge machen.” Rag—y, 1831;
  • “Ein Duell mit ungeschliffenen, stumpfen Rappieren bei verschlossenen Thüren.” Studentikoses Idiotikon [1841];
  • “Ist beim Duell der erste Gang, wobei diejenigen secundiren, welche, sollte das Duell abgefaßt werden, sich als Secundanten anzeigen wollen. Es darf aber hierbei nur ein Hieb und zwar gegen die Klinge geführt werden.” Burschikoses Wörterbuch [1863; 11];
  • “Ein solcher ist bei den meisten Corporationen gemäß ihrer Sondercomments gebräuchlich und besteht darin, daß die Paukisten mit Mütze antreten und ein Hieb, und zwar gegen die Klinge geschlagen wird. Der Zweire Gang erst ist der erste eigentlich scharfe Gang. Zu Grunde lag ursprünglich die Idee, daß diejenigen sich im Falle, daß die Mensur abgefaßt würde, als Sekundanten anzeigen wollten, welche bei der betr. Mensur sekundierten.” Academia Juventus [1878, 31];
  • “Beim Duell der erste Gang, wobei diejenigen secundiren, welche, sollte das Duell abgefaßt werden, sich als Secundanten anzeigen wollen. Es darf aber hierbei nur ein Hieb und zwar gegen die Klinge geführt werden.” Neues Wörterbuch [1888, 10];

2. >Rappierjunge

2. Duel or Mensur with blunt weapons.>Rappierjunge.

  • “Ferner und hauptsächlich wird derjenige Gang, den ein abgehender Bursche zuletzt auch dem Fechtboden … mit seinen Freunden macht, ein Ehrengang.” Rag—y, 1831
  • “Ein Duell mit ungeschliffenen, stumpfen Rappieren bei verschlossenen Thüren.” Allgemeine Deutsche Studentensprache [1860; 20]; Saluzzo [1862, 19];

>Rappierjunge, >Stulp.

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