Streicher, tiefer

tiefe Streicher, der (n.)

Eine mit der Rückschneide durchgezogene tiefe Quart. (Österr.)

In Schlägerfechten, a draw cut with the back edge through the >Tiefquart target of the opponent, i.e., hitting the left cheek from below and upward. (Austrian)

  • “Die österr. Comments kennen kein Wechseltempo. Den Streicher schlägt man, wenn der Gegenpaukant den ersten Hieb gerne ablauert. Der Fechtarm wird mit dem Kommando “legt euch aus!” eingeworfen. Der Stulp legt sich über den Kopf. Dann kommt (hoffentlich) sofort das “Los”. Die Klinge bleibt jetzt nicht in der Auslage hängen, sondern wandert gleich weiter nach rechts. Schwierigkeit dabei ist tatsächlich der knappe Platz zwischen den Paukanten. Ist das geschafft ist die Klinge nun unter jener des Gegenpaukanten der ja immer noch in der Auslage steht und lauert. Nun muss man den Klingenrücken in die Backe des Gefenpaukanten setzen und mit dem ganzen Arm, einem schmerzenden Zeigefinger und einem überdehnten Handgelenk die Klinge wieder rausziehen. Wenn das gelungen ist und man niergends hängenbleibt klappt man nun den eigenen Stulp vor das Gesicht und setzt eine satte Hacke nach. Denn spätestens jetzt hat der Gegenpaukant gemerkt dass er ganz übel verschlafen hat und klappt seinerseits im Reflex den Stulp vor sein Gesicht und legt seine Hackeseite offen. Der tiefe Streicher wird extrem selten gefochten und ist daher keinem bekannt. Auch muss man das wirklich gut üben sonst bleibt man sicher irgendwo hängen und hat dann ein Problem.” Haase [2019; 2022].

Note: While this cut hits the Tiefquart target of the opponent (albeit with the back edge), it is possible that this is similar to the otherwise vaguely described >Schlenkerprim.

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