Schulterquart

Schulterquart, die (n.)

Ein nach der rechten (äußeren) Seite des Gegners geschlagener Terzhieb.

A cut in tierce directed at the right (outside) shoulder of the opponent.

  • “Äußere und obere Hiebe sind: Terz nach der rechten Seite der Schulter, nach dem Arm und nach der Hand. Letzteres ist die sogenannte Fingerterz. Halb Terz-halb Quart auf die Schulter. Andere nennen es die Schulterquart.” Guths-Muths [1804, 297];
  • “Ich musz mich auf der stelle mit ihm duelliren … nun ging’s drauf … schlenkerprimen und schulterquarten, dasz ich mein baret vom kopf verlor.” Eichendorff [1864];
  • “Ein bestimmter hieb beim fechten.” Deutsches Wörterbuch [1897, 1899, 1981, Z. 50.];
  • “Wenigstens wurde er mit jedem Augenblick unruhiger und heftiger und machte es mir so möglich, trotzdem er mir wirklich weit überlegen war, ihm nicht nur Stand zu halten, sondern sogar zum Angriff überzugehen und ihm eine Schulterquart beizubringen, die tief genug war, daß das Blut durch den Aermel drang. Die Secundanten riefen Halt! Ich ließ sofort mein Rappier sinken; aber er hatte in der Raserei des Zornes über seinen Unfall den Ruf nicht gehört, meine Bewegung nicht gesehen, so wenig, wie ich etwas von dem, was in den nächsten vier Wochen mit mir vorging, sah oder hörte.“ Spielhagen [1872];
  • “Vom Fechten berichtet er einmal (April 1817): am Morgen als Gustav und er noch in den Betten lagen, sei jemand aus dem Geschäft eingetreten um sie im Scherz durchzuprügeln. ‘Aber das bekam ihm schlecht; denn wir sprangen auf, griffen nach den Rapieren, welche wir in Stand gesetzt hatten, und hauten ihm gewaltige Schulterquarten, so, daß er zur Tür hinaus mußte. Schnee lehrt uns täglich zu fechten, wori wir schon sehr weit gekommen sind.” Schwetschke [1908, 66].

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